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Karsten Kolbe

 

Als sportpolitischer Sprecher meiner Fraktion ist es mein Ziel die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so auszubauen, dass Sport als Teil der individuellen Entfaltung für alle möglich ist. Dort, wo Sport zum Luxus für wenige wird und alleine auf Kommerz ausgerichtet ist, werde ich meine Stimme erheben. Ein enges Neben- und Miteinander von Breiten- und Leistungssport ist dennoch notwendig, beide Bereiche profitieren voneinander. Der Sport erfüllt wichtige gesellschaftliche Funktionen, er vermittelt zentrale Werte wie Fairness, Respekt und Toleranz. Den Schulen kommt bei der Begeisterung für den Sport eine besonders wichtige Rolle zu. Auch mit Blick auf gesundheitliche Aspekte wie Übergewicht muss es wieder gelingen, mehr Spaß am Sport zu vermitteln anstatt den Leistungsdruck weiter zu erhöhen. In einem Land mit Küste und Seen muss an allen Grundschulen der Schwimmunterricht sichergestellt werden, dieser muss kostenfrei angeboten werden.

Alles andere als sportlich geht es an den Universitäten und Fachhochschulen zu. Das gilt zumindest für die Beschäftigten im akademischen Mittelbau. Längst sind die Hochschulen zu Orten prekärer Beschäftigung verkommen. Befristungen und Kettenverträge sind längst zur Normalität geworden. 86 Prozent aller wissenschaftlichen Mitarbeiter arbeitet mit befristeten Verträgen, über die Hälfte der Verträge haben eine Dauer von weniger als einem Jahr. Rosige Perspektiven für Nachwuchswissenschaftler sehen anders aus. Wir brauchen einen Kurswechsel, wenn wir nicht wollen, dass die Klugen am Ende des Tages auch die Dummen sind.

Die Fokussierung auf noch mehr Drittmittel führt dabei in eine Sackgasse. Getreu dem Motto „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ stellt insbesondere die Zunahme von Drittmitteln aus der Privatwirtschaft eine ernsthafte Gefahr für die Unabhängigkeit von Forschung und Wissenschaft dar. Was es stattdessen braucht, ist eine auskömmliche Finanzierung der Hochschulen, auch um attraktive Karrierewege zu sichern. Für Daueraufgaben müssen unbefristete Stellen geschaffen werden. Das hat auch unmittelbare Konsequenzen für die Studierenden, denn es wirkt sich nachteilig auf Kontinuität und Qualität der Lehre aus.

Doch nicht nur die Situation der Studierenden an den Hochschulen möchte ich verbessern, sondern auch deren Lebensbedingungen. Dafür müssen die Studierendenwerke in die Lage versetzt werden, ihre originären Aufgaben erfüllen zu können. In den Universitätsstädten Greifswald und Rostock muss dringend mehr kostengünstiger Wohnraum für Studierende geschaffen werden. Da ein leerer Bauch bekanntlich nicht gern studiert, mache ich mich auch dafür stark, dass die Essenspreise in den Mensen bezahlbar bleiben.

Unbezahlbar hingegen sind die Errungenschaften, die mit der europäischen Integration auch für Mecklenburg-Vorpommern erreicht wurden. Es war, ist und bleibt daher unsere gemeinsame Aufgabe ein soziales und demokratisches Europa zu gestalten. Die Fortsetzung der erfolgreichen Kooperation im Ostseeraum und die weitere Verstetigung der Beziehungen mit unserem Nachbarland Polen werden nur in einem gemeinsamen Haus Europa möglich sein. Auch die Beziehungen zu Russland müssen wieder normalisiert und die Sanktionen aufgehoben werden. Die derzeit verhandelten Freihandelsverträge TTIP, CETA und TISA greifen massiv auch in die Lebenswirklichkeit der Menschen in unserem Land ein. Absenkungen von errungenen Sozial-und Umweltstandards und ein Demokratieabbau durch Schiedsgerichte werden wir konsequent ablehnen.

 


Presseerklärungen

Mehr Geld fürs Wohnen für Studierende mehr als überfällig

Zur Bundesratsentschließung, die Ausbildungsförderung zu erhöhen, erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Karsten Kolbe: „Es ist allerhöchste Zeit, die Wohngeldpauschale für Studierende um 50 auf 300 Euro monatlich zu erhöhen. Nun muss Druck gemacht werden, dass der Gesetzentwurf vom Bundestag weder verzögert noch abgelehnt... Weiterlesen


Entscheidung des Bildungsministeriums zur Uni Greifswald akzeptieren

Zu der heute veröffentlichten Entscheidung des Bildungsministeriums in der Frage der Namensgebung der Universität Greifswald erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Karsten Kolbe: „Meine Fraktion hat immer einen sachlichen Umgang mit dem Thema gefordert und angemahnt, das Ergebnis der Prüfung abzuwarten. Nach einer intensiven... Weiterlesen


Bürgerinnen und Bürger unter Generalverdacht – auch in M-V

Zu den Plänen der EU-Kommission, den digitalen Fingerabdruck verpflichtend in den Personalausweis aufnehmen zu lassen, erklärt der europapolitische Sprecher der Linksfraktion, Karsten Kolbe: „Kriminalisierung der Bürgerinnen und Bürger hat bei der EU-Kommission Methode und Tradition. Schon 2007 verordnete die Kommission allen Bürgerinnen und... Weiterlesen


Bürgerinnen und Bürger unter Generalverdacht – auch in M-V

Zu den Plänen der EU-Kommission, den digitalen Fingerabdruck verpflichtend in den Personalausweis aufnehmen zu lassen, erklärt der europapolitische Sprecher der Linksfraktion, Karsten Kolbe: „Kriminalisierung der Bürgerinnen und Bürger hat bei der EU-Kommission Methode und Tradition. Schon 2007 verordnete die Kommission allen Bürgerinnen und... Weiterlesen


Mecklenburg-Vorpommern braucht weiterhin Unterstützung der EU

Zur Mitteilung der EU-Kommission vom 14. Februar 2018 bezüglich der möglichen Förderszenarien nach 2020 und dem denkbaren Wegfall aller Förderungen für Mecklenburg-Vorpommern erklärt der europapolitische Sprecher der Linksfraktion, Karsten Kolbe: „Von den drei vorgestellten Szenarien ist allein das Erste akzeptabel. Bei allen anderen Szenarien... Weiterlesen