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Wissenschaft statt Aberglaube

Zu den Medienberichten über unseriöse und unwissenschaftliche Plattformen sowie Arbeiten die den Anschein von Wissenschaftlichkeit erwecken, erklärt der wissenschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion M-V, Karsten Kolbe:

„Der Trend setzt sich fort. Was in der Nachrichten- und Medienlandschaft schon länger als Negativentwicklung zu beobachten ist, zeigt sich nun auch bei der Veröffentlichung und Unterscheidung wissenschaftlicher und scheinwissenschaftlicher Arbeiten. Fake Science folgt Fake News. Diese Entwicklung schadet der Wissenschaft und damit auch den Werten der Aufklärung.   

Um diesem Trend entgegenzuwirken, müssen Möglichkeiten geschaffen werden, wie Wissenschaftler*innen und Bürger*innen schnell, unbürokratisch und transparent nachprüfen können, ob die von ihnen genutzte Informationsquelle wissenschaftlichen Grundnormen entspricht oder nicht. Das könnte beispielsweise in Form sowohl einer nationalen als auch internationalen Whitelist  oder öffentlich zugänglichen Datenbank realisiert werden. Dem sollten Akkreditierungsverfahren unabhängiger wissenschaftlicher Instanzen zugrunde liegen, die nach streng wissenschaftlichen Regeln arbeiten und damit kenntlich machen, welche Websites, Plattformen, Magazine und Kongresse wissenschaftliche Standards erfüllen – Genuine Science statt Fake Science.

Die Wissenschaft und die aus ihr entstehenden Forschungsergebnisse müssen vor unseriösen und unwissenschaftlichen Praktiken geschützt werden. Ohne eine klar nachvollziehbare Trennlinie zwischen einer auf Fakten basierenden Wissenschaft und unwissenschaftlichen Behauptungen droht zunehmend die Aufweichung und Verwischung zwischen Aberglauben und wissenschaftlich nachvollziehbaren Erkenntnissen.