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Verunglimpfung des Greifswalder Senats ist inakzeptabel

Zur Entscheidung des Senats der Universität Greifswald, den Namen „Ernst Moritz Arndt“ grundsätzlich abzulegen, diesen aber unter bestimmten Voraussetzungen zuzulassen, erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Karsten Kolbe: 

„Mit der Entscheidung findet eine lange, ausführliche und teils sehr emotionale Debatte ein Ende. Nachdem die Umbenennung im vergangen Jahr lediglich aus formalen Gründen gekippt worden war, ist der Kompromiss eine deutliche Vermittlungsgeste. Das Zugehen auf die Gegner der Umbenennung mit der Option, den Namenszusatz unter bestimmten Bedingungen weiter verwenden zu können, ist ein richtiges diplomatisches Zeichen zur richtigen Zeit.

Die Äußerungen von Innenminister Lorenz Caffier, der die Entscheidung des Senats via Facebook als ‚Ergebnis linksgrüner Meinungsmache‘ verunglimpft, sind deutlich zurückzuweisen. Ich hoffe, dass diese verbale Entgleisung nicht den Einstieg in eine bereits anderweitig herbeigeredete ‚rechtskonservative Kulturrevolution‘ darstellt. Derartige Ausfälle sind eines stellvertretenden Ministerpräsidenten und Innenministers unwürdig und inakzeptabel – auch wenn ihm das Ergebnis der Abstimmung persönlich nicht schmecken mag. Es ist eine  demokratische Entscheidung, die klipp und klar landesrechtlich normiert ist und in den Bereich der Hochschulautonomie fällt.

Ich fordere Herrn Caffier auf, sich öffentlich bei den Mitgliedern des Senats der Universität Greifswald für seine verbalen Entgleisungen zu entschuldigen.“