Diese Website verwendet Cookies.
Skip to main content

SPD und CDU entwerten Staatsexamen

Zur erneuten Absage der mündlichen Staatsexamensprüfungen der Lehramtsstudierenden durch das Bildungsministerium erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Karsten Kolbe:

„SPD und CDU wollen erneut die mündlichen Prüfungen für das erste Staatsexamen im Lehramtsstudium aussetzen. Was im zurückliegenden Jahr wegen der großen Herausforderungen im Zusammenhang des ersten ‚digitalen Semesters‘ nachvollziehbar war, ist heute ein Armutszeugnis. Es grenzt an Totalversagen des Bildungsministeriums, dass es in den zurückliegenden zwei Semestern nicht in der Lage war, eine funktionierende Online-Lösung für mündliche Prüfungen bereitzustellen.

Rot-Schwarz entwertet damit leichtfertig das Staatsexamen und nimmt den Prüflingen dieses Sommersemesters die Chance, durch die Zensuren in den mündlichen Prüfungen auf einen besseren Notenschnitt zu kommen. Warum es möglich ist, dass ein kompletter Abiturjahrgang in einem geschlossenen Raum eine mehrstündige Prüfung schreibt, an den Hochschulen dagegen in einem großen Seminarraum keine drei Menschen das mündliche Staatsexamen absolvieren können, bleibt das Geheimnis der Landesregierung.

Wenn SPD und CDU schon eine derart einschneidende und lebensferne Entscheidung treffen, wäre die Möglichkeit einer freiwilligen Prüfung das Mindeste. Interessierten Studierenden lapidar zu erklären, dass sie sich ja nach dem kommenden Wintersemester prüfen lassen können, ist dreist. Damit wird das Problem lediglich verschoben und niemand kann heute sagen, wie sich die Lage Anfang 2022 darstellt.“