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Soziale Spaltung bekämpfen – studentisches Wohnen ausbauen

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Entwicklung studentisches Wohnens in Mecklenburg-Vorpommern“ (Drs. 7/2791) erklären die Sprecherin für Bauen und Wohnen der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger, und der hochschulpolitische Sprecher Karsten Kolbe:

Kröger: „Junge Leute brauchen dringend Wohnraum. Statt untätig zuzusehen, sollte das Land dazu beitragen, dass offene Quartiere für Studierende und Auszubildende entstehen. Hier könnten zwei Herausforderungen zeitgleich angepackt werden. Bezahlbaren Wohnraum schaffen und in den sogenannten Plattenbauvierteln etwas zur Linderung der sozialen Spaltung beitragen.“

Kolbe: „Wenn jahrelang nichts getan wird, muss man sich nicht wundern, wenn auch die Studierendenzahlen zurückgehen. Wie soll ich vor Ort studieren, wenn ich keine Bleibe finde? Gute Hochschulen und ein gutes Studium allein reichen eben nicht. Auch das Drumherum muss stimmen. Bezahlbares Wohnen, gute Mensen, Aufenthaltsräume, günstiger Nahverkehr sowie Freizeit- und Kulturangebote. Wer um junge Menschen werben will, muss auch etwas für sie tun.“

Hintergrund: Die Situation am Wohnungsmarkt verschärft sich weiter. In den Universitätsstädten und in touristischen Hochburgen ist bezahlbarer Wohnraum knapp. In den letzten zwei Jahren hat die Anzahl von Wohnheimplätzen in Greifswald durch den Umbau des Standortes Makarenko-Straße massiv abgenommen. 141 Plätze sind weggefallen. Auch an den anderen Standorten sind keine neuen Wohnmöglichkeiten entstanden. Der zuständige Bauminister Christian Pegel hatte erst in der letzten Landtagsdebatte bemerkt, dass die soziale Spaltung in den Unistädten des Landes zunimmt.