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Reformiertes Urheberrecht darf nicht zu Lasten der Hochschulen gehen

Zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Neuregelung des Urheberrechtes u. a. für die Verwendung wissenschaftlicher Texte an den Hochschulen, erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Karsten Kolbe: 

„Die Gefahr, dass die Studierenden durch einen weitergehenden Rechtsstreit zwischen der Verwertungsgemeinschaft (VG) Wort als Vertreterin der Autorinnen und Autoren und den Hochschulen einen technologischen Rückschritt hinnehmen müssen, ist mit diesem Gesetzesentwurf erst einmal gebannt. Die Zettelsammlung und handkopierte Reader werden wohl keine Wiederauferstehung erleben. Das ist erfreulich und lässt hoffen, dass die Digitalisierung und organisatorische Vereinfachung des Studiums an den Hochschulen des Landes nicht weiter behindert werden.

Mit der Einzelabrechnung pro Aufsatz und Autor besteht allerdings ein weiteres Problem. Dieses Modell ist für die Hochschulen viel zu bürokratisch sowie kostenträchtig und damit untauglich. Hier könnte durch eine Neuregelung der Pauschalabrechnung oder die Stichprobenabrechnung ein Kompromiss gefunden werden, mit dem sowohl die VG Wort als auch die Hochschulen leben können.

Die Umsetzung des reformierten Urheberrechts und der zu erwartende Mehraufwand dürfen nicht zu Lasten der Hochschulen und der Studierenden erfolgen. Ziel muss ein Abrechnungsverfahrens sein, das von den Hochschulen zu leisten ist und die Zukunft der digitalen Lehre absichert.“