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Jura, Digitalisierung, MINT-Fächer – Landesregierung hat keine Konzepte

Zum Antrag der Fraktionen der SPD und CDU „Eckwerte der Hochschulentwicklung 2021 bis 2025“ erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion M-V, Karsten Kolbe:

„Was sein muss, muss sein – nach diesem Motto ist das Eckwertepapier der Landesregierung verfasst. Impulse oder visionäre Gedanken zur Hochschulentwicklung – Fehlanzeige. Stattdessen eine Bestandsaufnahme des Status quo und keine Konzepte, wie dieser verbessert werden könnte. 

Eine personelle und finanzielle Verstärkung für die Mammutaufgabe Digitalisierung wird es nur geben, wenn bei der Dauerbaustelle Lehrerbildung Geld übrigbleibt. SPD und CDU finden die Studienabbrüche im MINT-Bereich zwar bedauerlich, aber auf eine Evaluation für die Gründe dieser Abbrüche und eine Strategie dagegen wollen sie nicht vornehmen. Die Wiedereinführung des Studiengangs Rechtswissenschaften an der Universität Rostock ist nicht geplant – trotz des sich verschärfenden Juristenmangels auf allen Ebenen und der damit verbundenen negativen Folgen für den Rechtsstaat.

SPD und CDU müssen sich endlich mit allen Hochschulgremien an einen Tisch setzen und einen Masterplan für die Hochschulentwicklung im Land entwerfen, der diesen Namen auch verdient. Es ist widersinnig und kontraproduktiv, die Hochschulen nach ‚getaner Arbeit‘ im Bildungsministerium lediglich über die sie betreffenden Pläne zu informieren anstatt sie zu beteiligen.“