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Hochschulmarketing M-V bei MINT-Fächern mangelhaft

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Hochschulmarketing in M-V“ (Drs. 7/3370) erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Karsten Kolbe:

„Gerade im MINT-Bereich macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar. Da läge es nahe, diese Fächer an den Hochschulen des Landes gesondert zu bewerben. Leider lehnt sich die Landesregierung auch hier zurück und verweist stattdessen auf eine inzwischen vier Jahre zurückliegende Kampagne im Rahmen des Hochschulmarketings, die sich nicht einmal speziell mit der Bewerbung von MINT-Fächern beschäftigte. Ambitionen, die Studienanfängerzahlen bei technischen und naturwissenschaftlichen Fächern zu erhöhen, scheint die rot-schwarze Landesregierung ebenfalls nicht zu haben. Stattdessen gibt man sich damit zufrieden, die Zahlen zu halten und stellt sich mit ca. 20 Prozent Studienanfängerinnen und Studienanfängern im 1. Hochschulsemester selbst ein gutes Zeugnis aus.

Das Hauptwerbemittel der Landesregierung, die Webseite studieren-mit-meerwert.de erwähnt denn auch die MINT-Fächer - quasi versteckt an vorletzter Stelle - nachdem man fast die gesamte Seite heruntergescrollt hat. Ganz stiefmütterlich wird es bei der Anwerbung von jungen Frauen als zukünftige Studierende von MINT-Fächern. Ein eigenes Informationsangebot des Landes fehlt hier komplett. Gerade einmal ein Link führt auf die Webseite komm-mach-mint.de, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung getragen wird.

Repräsentatives und offensives Werben, um junge Menschen und insbesondere Frauen für MINT-Berufe zu interessieren, geht anders. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Studierendenzahlen in M-V rückläufig sind, muss die Landesregierung hier endlich mehr tun.“