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Gute Forschung braucht Sicherheit – Mittel für die Hochschulen erhöhen

Zur Kritik über die mangelhafte Finanzausstattung der Universität Greifswald von Seiten der Universitätsleitung erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Karsten Kolbe:

„Offenbar hat die Landesregierung immer noch nicht erkannt, welch enorme Strahlkraft eine gut ausfinanzierte Hochschule sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich in einer Region hat. Auch das hat bei den Beratungen zum Doppelhaushalt 2018/2019 dazu geführt, die Hochschulen für ihre gute Haushaltspolitik nicht etwa zu belohnen, sondern sie zu einer Zwangsrücklage zu verdonnern, die sie finanziell handlungsunfähig gemacht hätte. Auch durch die Bemühungen meiner Fraktion konnte diese wirtschaftliche Katastrophe für die Hochschulen zumindest eingedämmt werden. Das Grundproblem der Unterfinanzierung besteht jedoch weiter, da der jährliche Mittelaufwuchs meistens gerade so die Teuerungsrate ausgleicht.

Ohne zusätzliche Mittel können die Hochschulen ihr Niveau jedoch langfristig nicht halten. Das ist für den Wissenschaftsstandort M-V fatal, da gerade Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zunehmend die Perspektive fehlt und sie abwandern. In kaum einem Arbeitsbereich ist der Widerspruch zwischen Hochqualifikation und prekärer Beschäftigung derart groß wie an den Hochschulen.

Das Land muss dringend mehr in die Hochschulen investieren, damit ausreichend und dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse geschaffen werden können. Spätestens im Herbst 2019 wird die Landesregierung Farbe bekennen und mit dem Haushalt 2020/2021 Perspektiven aufzeigen müssen. Bis dahin sollten jedoch auch die Hochschulen des Landes deutlich öfter und energischer bei der Landesregierung ein wissenschaftspolitisches Umdenken einfordern und klarstellen, dass sie für M-V nicht allein Ausbildungsstätten sind, sondern Motoren für die infrastrukturelle Entwicklung des gesamten Landes.“